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Manager einrichten und bedienen#

Der Manager liest die Netzleistung und verteilt Leistung im PV- oder Peak-Betrieb. Er steuert ausschließlich die ausgewählten Verbraucher.

1. Instanz und Lizenz vorbereiten#

Lege eine Manager-Instanz aus Enelix EMS an. Die Variable Aktiv bleibt zunächst ausgeschaltet. Öffne die Konfiguration, trage den Aktivierungscode aus dem Lizenzportal im Bereich Lizenzierung ein und wähle Lizenz prüfen und binden. Kontrolliere den Lizenzstatus und speichere die Konfiguration anschließend mit Übernehmen oder OK.

Ohne gültige Manager-Berechtigung bleibt die Instanz mit Status 203 gesperrt. Ein Code ist an die Installations-ID gebunden; verwende ihn nicht zum Einrichten einer zweiten Anlage.

2. Netzleistung einstellen#

Wähle die Messvariable am Netzanschlusspunkt über NetzleistungVariableID. Die Normierung erfolgt mit Netzleistungsfaktor:

  • positive Leistung bedeutet Netzbezug;
  • negative Leistung bedeutet Einspeisung;
  • die normierte Einheit ist Watt, nicht Kilowatt.

Prüfe das Vorzeichen bei einem bekannten Betriebszustand. MesswertMaxAlter begrenzt das zulässige Alter der Quelle. Eine unveränderte Messung kann weiterhin aktuell sein; entscheidend ist die echte Aktualisierung der Quelle. Fehlende oder veraltete Netzleistung verhindert neue Regelvorgaben.

3. Betriebsgrenzen festlegen#

SollwertSolarladen legt die gewünschte Netzleistung im PV-Betrieb fest. Beginne mit der für deine Anlage freigegebenen Einstellung.

Für Peak Shaving benötigt der Manager die entsprechende Lizenz. Lastspitzenmodus kennt Aus, Konstant und Monatlich. Bei konstantem Modus wird Lastspitzengrenze in Watt verwendet; im monatlichen Modus werden zwölf Monatswerte gepflegt. Aus deaktiviert nur die Peak-Begrenzung, nicht das Solarladen.

Eine Einspeisebegrenzung benötigt geeignete Mess- und Stellregister der Wechselrichter. Übernimm keine beispielhaften Grenzen als Anlagenwerte. Die vollständigen Einstellungen stehen in der Manager-Referenz.

4. Verbraucher auswählen#

Nutze die automatische Suche oder die manuelle Zuordnung. Gefundene Instanzen müssen gezielt ausgewählt und für die Zuordnung aktiviert werden. Die Verbindung wird im Manager gepflegt; im Verbraucher gibt es keine Manager-ID-Property.

Prioritäten stellst du am jeweiligen Verbraucher ein. Kleinere Zahlen bedeuten höhere Priorität. Die aktuelle Verteilregel und ihre Beispiele stehen in der Manager-Referenz.

Manager-Konfiguration mit Messquelle, Betriebsgrenzen und ausgewählten VerbrauchernAusschnitt der Grundeinstellungen in IP-Symcon 8.0, aufgenommen in der Testanlage am 6. Oktober 2026. Die Liste unten zeigt die manuell zugeordneten Verbraucher. Die dargestellten Werte sind keine Einstellvorgaben. Zum Vergrössern auf das Bild klicken.

5. Anlage und Visualisierung ergänzen#

Unter Anlagentopologie werden Wechselrichter, PV-Flächen und Batterien mit ihren Messquellen erfasst. Verwende eindeutige Kennungen; PV-Flächen und Batterien müssen auf einen vorhandenen Wechselrichter verweisen.

Für die Energieaufzeichnung werden Netz- und PV-Leistung benötigt. Vollständige Energiezähler verbessern die Bilanzierung; ohne vollständigen Zählersatz integriert der Manager Leistungswerte. Energiezähler und Leistungswerte sind nicht austauschbar.

Die Optionen für Energy Pie, Diagramme, Energy Facts und Energiefluss verwalten die zugehörigen Visualisierungen. Prüfe bestehende angepasste Darstellungen vor Änderungen. Prognosefunktionen sind optional und benötigen passende Berechtigungen sowie eine gültige Topologie.

6. Kontrolliert in Betrieb nehmen#

Prüfe Lizenzstatus, Netzleistung, Verbraucherstatus und Störtext bei ausgeschalteter Regelung. Nimm zunächst einen Verbraucher unter Aufsicht in Betrieb und vergleiche Sollwert mit physischem Verhalten. Prüfe außerdem Abschaltung und Verhalten bei fehlenden Messwerten, bevor weitere Geräte hinzukommen.

Prognose, SDL und neue Anzeigen#

Im bestehenden Bereich Prognose / Forecast findest du jetzt Planempfang, Vorschau und die bewusste Testbedienung. Das Aktivieren der Prognosetelemetrie startet keine Netzfahrplanregelung. Der alte Schalter NetzfahrplanAktiv und der neue begrenzte V4-Test sind unterschiedliche Funktionen. Vor einer Aktivierung gelten die bekannten Betriebsgrenzen.

Die Portal-Prognose zeigt die gespeicherte Eingangsprognose getrennt vom ausführbaren Netz-/Batterieplan. Noch nicht veröffentlichte Preise verkürzen den ausführbaren Horizont. Alte Pläne ohne vollständige forecastPoints zeigen Hinweise und Lücken, keine künstlich verlängerten Stellwerte.

SDL kann mit eigener Istleistung und optionalem SOC berücksichtigt werden. Die Hauslast wird unabhängig von den Anzeigeschaltern bereinigt. Bei aktiver SDL können PV-Eigenverbrauch und Autarkie nicht eindeutig bestimmbar sein; dies erscheint im Energy Pie ausdrücklich als unbekannt. Zuerst Utils, danach EMS aktualisieren. Bestehende Visualisierungsschalter nicht zum Erzwingen einer Migration aus- und wieder einschalten.

Die Manager-Referenz enthält alle zusätzlichen Properties, Diagnosevariablen, dynamischen Anzeige-Idents sowie ein rein lesendes Schnellausführungsbeispiel.

Im Alltag#

Aktiv schaltet die Manager-Regelung ein oder aus. Betriebsart zeigt Inaktiv, PV oder Peak. Verbraucher können eigene Mindestzeiten, Temperaturanforderungen und lokale Schutzfunktionen haben. Ein deaktivierter Manager ist deshalb kein universeller elektrischer Not-Aus. Verwende für Arbeiten an der Anlage die vorgesehenen technischen Sicherheitsmaßnahmen.

Bei Problemen kontrollierst du zuerst Lizenzstatus, NetzleistungGueltig, Sammelstoerung, Stoertext und anschließend die betroffene Verbraucherinstanz. Diagnosevariablen und Debug-Logging können gezielt eingeblendet werden; teile keine Lizenzcodes oder Zugangsdaten.

Enelix-EMS · 74a2d6c6857c

docs/public/manager.md · Fragen und Antworten

Git-Abgleich: 2026-10-08T10:08:08.408Z